Evan Gershkovich im größten Gefangenenaustausch seit dem Kalten Krieg freigelassen
Der US-amerikanische Journalist Evan Gershkovich, Korrespondent des Wall Street Journal, wurde am 1. August 2024 in Ankara im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zwischen Russland und mehreren westlichen Ländern freigelassen — des größten seit dem Ende des Kalten Krieges. Er war im März 2023 in Jekaterinburg festgenommen und im Juli 2024 in einem nichtöffentlichen Prozess wegen Spionage zu sechzehn Jahren Haft verurteilt worden.
Im selben Austausch wurden unter anderem die russisch-amerikanische Journalistin Alsu Kurmascheva von Radio Free Europe/Radio Liberty sowie der Oppositionelle und Journalist Wladimir Kara-Mursa freigelassen.
Gershkovich war der erste US-amerikanische Journalist, der seit dem Kalten Krieg in Russland der Spionage beschuldigt wurde. Seine Zeitung, die US-Regierung und Presseorganisationen betonten durchgehend, der Vorwurf sei falsch gewesen und er sei wegen der Ausübung seines journalistischen Berufs inhaftiert worden.
Quellen: The Wall Street Journal; CPJ.