Nobelpreis 2025: Quantentunneleffekt, metallorganische Gerüste und Immuntoleranz
Der Medizin-Nobelpreis 2025 ging an Mary E. Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi für ihre Entdeckungen zur peripheren Immuntoleranz und zur Rolle regulatorischer T-Zellen, die verhindern, dass das Immunsystem den eigenen Körper angreift.
Der Physik-Preis ging an John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis für den Nachweis des makroskopischen Quantentunneleffekts und der Energiequantisierung in einem elektrischen Schaltkreis — eine Arbeit, die den heutigen supraleitenden Quantenprozessoren zugrunde liegt. Der Chemie-Preis würdigte Susumu Kitagawa, Richard Robson und Omar M. Yaghi für die Entwicklung metallorganischer Gerüste (MOFs), poröser Materialien, die Gase einfangen oder Wasser aus der Luft gewinnen können.
Der Literaturnobelpreis ging an den ungarischen Schriftsteller László Krasznahorkai.
Diese Fortschritte zu vermitteln, ohne sie übermäßig zu vereinfachen — oder unmittelbare Anwendungen zu versprechen, die es noch nicht gibt —, ist eine der zentralen Aufgaben des Wissenschaftsjournalismus.
Quelle: The Nobel Prize.